Scharfe Kritik haben Hiltrups Grüne an den jüngsten Äußerungen von Bezirksbürgermeister Schmidt zur Prinzbrücke geäußert: „Dichtung und Wahrheit liegen bei den Äußerungen des Bezirksbürgermeisters weit auseinander“, so Grünen-BV-Sprecher Carsten Peters. „Richtig ist: Zu einer Anhebung der Brücke kommt es wegen des Schifffahrtsverkehrs ohnehin.
Deshalb kommt es bei allen Planungsvarianten – auch bei der von der CDU favorisierten – zu steiler werdenden Rampen. Daher sollte die CDU ihre Blockadehaltung aufgeben und die bekannte Planung unterstützen, die ohne Waldabbau und neuen Straßenbau auskommt und lediglich den Status wiederherstellt, der vor der Spurenreduzierung der derzeitigen Prinzbrücke vorhanden war. Bei Erhalt der jetzigen Prinzbrücke müsste übrigens um 1,15 Meter angehoben werden. Auch hier die Frage: Die Steigung für RadfahrerInnen bei der Hochbrücke ist für die CDU in Ordnung, bei einer erneuerten Prinzbrücke nicht – hochgradig widersprüchlich. Zudem nimmt der Wald, der nach dem Willen der CDU abgeholzt werden soll, eine Lärmschutzfunktion wahr: Die AnwohnerInnen des Musikerviertels dürfen dann damit rechnen, dass der Lärm des Hochbrückenverkehrs ungestoppt ihre Lebensqualität beeinträchtigt,“ so Peters weiter.
Aufgrund der großen Zahl an Einwendungen aus der Bevölkerung gegen die von der CDU favorisierten Planungen wird es nach Sommerferien zu einer Anhörung durch das WSA kommen. Hier werden die aktuellen Planungen des WSA vorgestellt – voraussichtlich wird dies die ursprüngliche Variante 1 sein: Neubau der Prinzbrücke bei Beibehaltung der bisherigen Verkehrsfunktion für RadfahrerInnen, FußgängerInnen und den Zufahrtsverkehr zu den Firmen.
Vergleich mit Berg Fidel fehlerhaft
Auch die Bezugnahme auf den künftigen Park in Berg Fidel durch Schmidt ist fehlerhaft: „Von den heute vorhandenen Grünflächen rund um das Stadion bleibt gerade ein Drittel für den Park über, der Rest der Fläche wird überplant. Was der Park Berg Fidel mit den Planungen der Prinzbrücke zu tun hat weiß Herr Schmidt wohl ganz allein. Auch die laut Planungen der CDU vorgesehenen Ausgleichflächen für den wegfallenden Wald bei Bau des „Auffahrtsohres“ würden in Greven nachgewiesen,“ macht BV-Mitglied Wilfried Stein deutlich.
Nachdrücklich fordern die Grünen den Bezirksbürgermeister auf, zu einer wahrheitsgemäßen Darstellung der Sachverhalte zu kommen: Alles andere ist Stimmungsmache“, so Peters und Stein. „Wir bleiben dabei: Der Wald muss bleiben. Die Prinzbrücke sollte durch einen Neubau ersetzt werden, einer Brücke für alle.“


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