Die Fraktion der Grünen in der Bezirksvertretung Hiltrup fordert eine umfassende Aufklärung der illegal entsorgten Styroporverpackungen im Zusammenhang mit den neu eingeführten E-Scootern. Aus ihrer Sicht muss der Anbieter Qick eng mit dem Ordnungsamt zusammenarbeiten, den beauftragten Subunternehmer zur Verantwortung ziehen und notfalls selbst für die entstandenen Kosten aufkommen.
Die Berichte über illegal entsorgte Styroporverpackungen an mehreren Stellen im Stadtgebiet werfen aus Sicht der Fraktion der Grünen in der Bezirksvertretung Hiltrup erhebliche Fragen zur Verantwortungskette rund um die Einführung des neuen E-Scooter-Angebots in Münster auf. Nach den inzwischen bekannt gewordenen Zusammenhängen steht das entsorgte Verpackungsmaterial in direktem Bezug zur Auslieferung der Fahrzeuge. Dass der Betreiber die Entsorgung an einen Dienstleister vergeben hat, entbindet ihn aus Sicht der Grünen nicht von seiner Verantwortung.
Für die Grünen in der Bezirksvertretung Hiltrup ist klar: Unternehmen, die in Münster tätig sind, müssen sicherstellen, dass ihre Abläufe ordnungsgemäß organisiert sind und beauftragte Dritte zuverlässig arbeiten. Wenn Verpackungsmaterial in Naturräumen und an anderen Stellen illegal abgelagert wird, ist das nicht hinnehmbar. Es belastet Umwelt und Landschaft und darf am Ende nicht dazu führen, dass die Allgemeinheit für Entsorgung, Kontrolle und Nachverfolgung aufkommen muss.
Die Fraktion erwartet deshalb, dass Qick größtmögliche Anstrengungen unternimmt, um zur Aufklärung des Vorgangs beizutragen. Dazu gehört eine enge und transparente Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt ebenso wie die vollständige Offenlegung der beauftragten Entsorgungs- und Logistikkette. Sollte sich zeigen, dass bei Auswahl, Beauftragung oder Kontrolle des Subunternehmers nicht die notwendige Sorgfalt gewahrt wurde, muss das Unternehmen aus Sicht der Grünen auch selbst die finanziellen Folgen tragen.
Hintergrund ist, dass in den vergangenen Tagen an mehreren Orten im Stadtgebiet größere Mengen Styropor entdeckt wurden, die nach den vorliegenden Berichten mit den Verpackungen der neu eingeführten gelben E-Scooter übereinstimmen. Der Betreiber hat inzwischen bestätigt, dass das Material aus diesem Zusammenhang stammt, weist jedoch eine eigene rechtliche Verantwortung für die illegale Entsorgung zurück. Für die Grünen in der Bezirksvertretung Hiltrup greift diese Argumentation zu kurz. Wer Leistungen auslagert, bleibt in der Pflicht, deren ordnungsgemäße Ausführung sicherzustellen.
„Es kann nicht sein, dass Bürgerinnen und Bürger am Ende für die Beseitigung von Unternehmensmüll aufkommen müssen, weil Verantwortlichkeiten zwischen Auftraggeber und Subunternehmer hin- und hergeschoben werden“, erklärt Christiane Schwab, Sprecherin der Grünen-Fraktion in der Bezirksvertretung Hiltrup. „Wir erwarten von Qick, dass das Unternehmen das Ordnungsamt bei der vollständigen Aufklärung aktiv unterstützt, den beauftragten Dienstleister in die Pflicht nimmt und dort, wo eigene Sorgfaltspflichten nicht ausreichend beachtet wurden, auch selbst für die Kosten einsteht.“
Die Grünen in der Bezirksvertretung Hiltrup setzen darauf, dass die Vorgänge nun zügig und lückenlos aufgearbeitet werden. Ziel muss sein, den konkreten Ablauf der Entsorgung zu klären, mögliche Verstöße konsequent zu verfolgen und sicherzustellen, dass sich ein solcher Fall nicht wiederholt. Kommunale Ordnung, Umweltschutz und ein fairer Umgang mit öffentlichen Ressourcen dürfen nicht zur Nebensache werden.